Briefmarken für Bethel

 
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Das Bild zeigt drei Jubiläumsbriefmarken.

Zehn Zahlen zur Briefmarkenstelle Bethel

  1. Briefmarken gibt es seit 1840. Erfunden wurden sie in England. Die „One Penny Black“ gilt als älteste Marke der Welt. Die bald einsetzende Sammelleidenschaft brachte den prägenden Bethel-Leiter Friedrich von Bodelschwingh auf die Idee, eine Briefmarkenstelle in Bethel zu gründen.
  2. Als Gründungsdatum der Briefmarkenstelle Bethel gilt das Jahr 1888. Bereits in den ersten sechs Monaten wurden in 369 Sendungen 18.262 Briefmarken an 232 Personen und außerdem 147 Kilogramm Marken an sechs Sammler verkauft.
  3. Die größte Spende von einer einzelnen Person umfasste mehrere Bände mit sehr vielen und sehr seltenen ausländischen Briefmarken, die beim Verkauf einen Erlös von über 25 000 Euro ergaben.
  4. Vor dem zweiten Weltkrieg wurden Briefmarken – unsortiert und nicht gereinigt – über die Brockensammlung vertrieben: "eine Handvoll" kostete 20 Pfennig, "eine Mütze voll" 50 Pfennig.
  5. Erst im Jahr 1946 wurde wieder mit der Aufbereitung der Briefmarken begonnen: Menschen mit Behinderung sortierten und reinigten die Postwertzeichen in der Briefmarkenstelle.
  6. 1967 gab die Deutsche Bundespost eine Sonderbriefmarke zum 100-jährigen Bestehen der v. Bodelschwingschen Stiftungen Bethel mit einem Porträt von Friedrich von Bodelschwingh (dem Jüngeren) heraus.
  7. Im Jahr 1988 wurde die Briefmarkenstelle Bethel selbst zum Motiv auf einer Briefmarke; die Deutsche Bundespost brachte ein Postwertzeichen zum hundertjährigen Bestehen der Briefmarkenstelle heraus.
  8. Jeden Werktag kommen rund 400 Briefe, Pakete und Päckchen mit Briefmarken in Bethel an. 2011 waren es insgesamt 103.498 Sendungen. Auch wenn Briefe und Postkarten durch moderne Medien Konkurrenz bekommen haben, steigt die Zahl der gespendeten Postwertzeichen.
  9. 29 Tonnen Briefmarken werden jedes Jahr in Bethel aufbereitet, sortiert und für den Wiederverkauf verpackt. Das entspricht umgerechnet 128 Millionen Briefmarken.
  10. 125 kranke, behinderte und sozial benachteiligte Menschen arbeiten für die Briefmarkenstelle Bethel.
© 2017 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel